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Zu Beginn dieser Arbeit hatte ich mir überlegt, wie ich das Mündungsfeuer auf unbelichtetes Fotopapier bannen könnte. Ich verdunkelte den Raum, stellte das Fotopapier in direkter Nähe zur geladenen Pistole auf und schoss. Erst im Fotolabor wurde deutlich, dass das Mündungsfeuer zeitlich zu kurz und von der Lichtmenge zu schwach war, um das Fotopapier richtig belichten zu können. Also entschied ich mich, direkt auf des unbelichtete Fotopapier zu schießen.

Die abgefeuerten Projektile haben neue Wege geschaffen, indem sie durch das Papier drangen und es aufrissen. Die schwarze lichtundurchlässige Hülle wurde in ihrer glatten Makellosigkeit aufgebrochen, wodurch das Sonnenlicht in den dunklen Raum gelangen konnte und bildnerische Prozesse freisetzte. Das Licht kämpft sich durch die sensiblen Schichten, es entstehen helle und dunkle Variationen, die zu einem nuancenreichen Farbspiel anregen.